Freelance-Kunden in Deutschland gewinnen Sie am zuverlässigsten über öffentliche Signale. Gemeldete offene Stellen, das Handelsregister und die monatlichen Gewerbeanmeldungen zeigen jeweils einen anderen Käufertyp, und jede Quelle hat eine harte Grenze, die Sie vor dem ersten Kontakt kennen sollten.

Das Wichtigste

  • Im August 2026 waren 656.000 offene Stellen bei der Bundesagentur für Arbeit gemeldet, 25.000 mehr als ein Jahr zuvor. Jede gemeldete Stelle nennt ein Unternehmen mit genehmigtem Budget.
  • Deutschland zählte 2025 im Jahresdurchschnitt 3,7 Millionen Selbstständige einschließlich mithelfender Familienangehöriger, 38.000 weniger als 2024.
  • 2025 gab es rund 762.400 Gewerbeanmeldungen, darunter etwa 640.500 echte Neugründungen. Nur rund 130.100 davon waren größere Betriebsgründungen.
  • Der durchschnittliche Stundensatz von Freelancern im DACH-Raum lag 2026 bei 103 Euro, nach 104 Euro im Vorjahr. Das ist der erste Rückgang seit Beginn der Erhebung.
  • 84 Prozent der befragten Freelancer wurden schon mindestens einmal geghostet, und 62 Prozent nennen die Auftragsgewinnung als ihre größte Herausforderung.

Welche Quelle Sie abfragen, hängt davon ab, in welcher der vier Situationen Sie gerade stecken. Greifen Sie zur falschen, bauen Sie eine Liste von Unternehmen, die in diesem Monat keinen Grund haben, Ihnen zu antworten.

In welcher dieser vier Situationen befinden Sie sich?

Freelance-Akquise scheitert meistens an Listen, die aus einer Kategorie entstehen. Entscheidend ist der Moment. Ein Unternehmen, das Sie grundsätzlich beauftragen könnte, hat deshalb noch lange keinen Anlass, es im September zu tun. Jede Quelle unten trägt ein anderes Timing-Signal, und nur eine davon passt zu Ihrem Angebot.

SituationDie abzufragende QuelleWas sie belegtWas sie nicht sagen kann
Sie haben eine NischenkompetenzJobsuche der Bundesagentur für ArbeitEin datiertes, genehmigtes Budget für genau diese KompetenzOb das Unternehmen freiberuflich vergibt
Sie bedienen lokale UnternehmenHandelsregister plus IHK-FirmenverzeichnisseRechtsform, Sitz, Geschäftsführung, StammkapitalFreiberufler und Kleingewerbe fehlen vollständig
Sie wollen frische KontenGewerbeanmeldungen und Neugründungen bei DestatisDass die Lieferantenliste noch offen istOb überhaupt schon Budget vorhanden ist
Sie wollen mehr Ihrer besten KundenStatistisches UnternehmensregisterWie groß Ihr Zielsegment tatsächlich istEs nennt niemals ein einzelnes Unternehmen

Lesen Sie die letzte Spalte vor der zweiten. Der Grund, warum Freelance-Anfragen unbeantwortet bleiben, steht fast immer schon in dieser Spalte.

Ein Hinweis zur Geografie. Die amtlichen deutschen Quellen in dieser Tabelle decken ausschließlich Deutschland ab. Österreich und die deutschsprachige Schweiz tauchen in diesem Artikel nur dort auf, wo eine Quelle sie ausdrücklich einschließt, und das ist im Wesentlichen die Freelancer-Befragung von freelancermap.

Situation eins, Sie haben eine Nischenkompetenz und brauchen Unternehmen, die sie bereits einkaufen

Fragen Sie die Jobsuche der Bundesagentur für Arbeit ab. Eine veröffentlichte Stellenanzeige ist das sauberste Kaufsignal, das in Deutschland öffentlich verfügbar ist. Sie nennt ein Unternehmen, eine Kompetenz, einen Standort und ein implizites Budget, und sie trägt ein Datum. Wer eine Stelle im Data Engineering ausschreibt, hat intern bereits Geld für Data Engineering freigegeben.

Im August 2026 waren 656.000 Stellen bei der Bundesagentur gemeldet, 25.000 mehr als ein Jahr zuvor, und der Stellenindex BA-X stand bei 103 Punkten, unverändert gegenüber dem Vormonat und nach Angaben der Behörde 4 Punkte über August 2025. Die Bundesagentur selbst bezeichnete die Kräftenachfrage in derselben Mitteilung (Presseinfo Nr. 31 vom 28. August 2026) weiterhin als schwach. Erwarten Sie also ein stabiles und kein boomendes Umfeld.

Der Ansatz, der für Freelancer funktioniert, liegt in der Lücke zwischen Ausschreibung und Einstellung. Eine Festanstellung braucht Wochen bis Monate zur Besetzung, und die Arbeit wartet in dieser Zeit nicht. Eine Nachricht, die anbietet, den Rückstau zu überbrücken, während rekrutiert wird, beantwortet ein Problem, das das Unternehmen selbst öffentlich aufgeschrieben hat.

Zwei Grenzen müssen Sie einkalkulieren. Die Datenbank enthält nur Stellen, die Arbeitgeber der Bundesagentur gemeldet haben, sie ist also kein Abbild des gesamten Marktes, und es gibt für Österreich oder die Schweiz keine Entsprechung dieser Zahl. Außerdem stellt die Bundesagentur keine offizielle öffentliche Schnittstelle bereit. Die auf GitHub kursierende jobsuche-api ist von der Community aus den internen Endpunkten der App rekonstruiert, kann ohne Vorwarnung wegfallen und ist für kommerzielle Nutzung rechtlich unsicher. Rechnen Sie zusätzlich damit, dass viele Anzeigen keine namentliche Ansprechperson nennen und manche Arbeitgeber anonymisiert erscheinen.

Situation zwei, Sie bedienen lokale Unternehmen in einer Region

Beginnen Sie beim Handelsregister im Gemeinsamen Registerportal der Länder. Seit dem 1. August 2022 hat das DiRUG die frühere Gebühr von 4,50 Euro pro Abruf und 1,50 Euro pro Dokument abgeschafft, die Recherche ist seither kostenlos und ohne Anmeldung möglich. Sie sehen den eingetragenen Firmennamen, die HRA- oder HRB-Nummer, den Sitz, die Rechtsform, den Unternehmensgegenstand, das Stammkapital, die Geschäftsführung und die hinterlegten Dokumente wie Gesellschafterliste und Satzung.

Für die Einordnung eines Interessenten vor dem ersten Kontakt ergänzt das Unternehmensregister diese Sicht um veröffentlichte Jahresabschlüsse und kapitalmarktrechtliche Meldungen an einer Stelle. Wer wissen will, ob ein Betrieb Ihr Honorar tragen kann, findet hier den einzigen kostenlosen Anhaltspunkt.

Die Grenzen sind allerdings hart, und sie treffen Freelancer besonders. Beide Portale bieten keine offizielle Schnittstelle und keinen Massenexport, lassen sich also von der amtlichen Seite aus nicht in großem Umfang programmatisch abfragen. Sie enthalten keine E-Mail-Adressen, keine Telefonnummern, keine Website, keine Mitarbeiterzahl und keinen Umsatz. Vor allem stehen Freiberufler und kleine Kleingewerbetreibende überhaupt nicht im Handelsregister, ein großer Teil des kleinbetrieblichen Marktes bleibt hier also unsichtbar. Hinterlegte Bilanzen bleiben teilweise kostenpflichtig, und das Portal warnt selbst vor Überlastungen beim Datenabruf einzelner Länder.

Für die verbleibende Lücke führen die Industrie- und Handelskammern Sammelseiten zu frei zugänglichen B2B-Verzeichnissen, etwa die Übersicht der IHK Wiesbaden mit wlw, Kompass, branchen-info.net, Yellowmap, Gelbe Seiten, GoYellow, EUROPAGES und dem IHK ecoFinder für Umwelt- und Energiefirmen. Yellowmap deckt dabei Deutschland, Österreich und die Schweiz ab. Behandeln Sie diese Verzeichnisse als Ergänzung und niemals als Register. Es gibt kein bundesweites kostenloses IHK-Mitgliederverzeichnis, die Kammern veröffentlichen ihre Mitgliederlisten nicht als offene Daten, und Freiberufler sind gar keine IHK-Mitglieder, weil sie den Berufskammern angehören. Die Einträge sind zudem selbst gemeldet, damit lückenhaft und oft veraltet. Manche Kammerseiten behaupten bis heute, Handelsregisterauskünfte seien kostenpflichtig, was seit August 2022 überholt ist.

Situation drei, Sie wollen Unternehmen, die noch keinen Anbieter gewählt haben

Fragen Sie die Gründungsstatistik ab. Ein Betrieb in seinen ersten Monaten kauft fast alles zum ersten Mal, die Buchhaltung, die Website, die Marke, die Versicherung, das Kassensystem. Später steht die Lieferantenliste, und einen etablierten Anbieter zu verdrängen kostet ein Vielfaches an Aufwand.

Das Statistische Bundesamt meldete für 2025 rund 762.400 Gewerbeanmeldungen, ein Plus von 6,4 Prozent gegenüber 2024. Davon entfielen etwa 640.500 auf echte Neugründungen, 7,7 Prozent mehr als im Vorjahr, und darin wiederum waren rund 130.100 Gründungen größerer Betriebe enthalten, deren Rechtsform und Beschäftigtenzahl auf größere wirtschaftliche Bedeutung schließen lassen, ein Plus von 7,6 Prozent. Die Zahlen stammen aus der Pressemitteilung Nr. 074 vom 6. März 2026 und gelten ausschließlich für Deutschland. Die Mitteilung sagt nichts über Österreich oder die Schweiz.

Genau diese Staffelung ist Ihr Filter. Von 640.500 Neugründungen weisen nur rund 130.100 nach Rechtsform und Beschäftigtenzahl eine größere wirtschaftliche Bedeutung auf, und in dieser Teilmenge sitzt Ihr realistisches Budget. Der weitaus größere Rest ist kleinteilig, und ein erheblicher Teil davon wird nie ein Freelance-Honorar freigeben. Filtern Sie also nach Rechtsform, denn eine GmbH ist ein anderer Interessent als ein nebenberufliches Kleingewerbe, und nach Branchen, in denen Ihre Arbeit eine laufende Betriebsausgabe darstellt.

Eine Einschränkung der Quelle sollten Sie kennen. Freiberufler melden kein Gewerbe an, sie erscheinen in dieser Statistik daher nicht. Wenn Ihre Zielgruppe aus Kanzleien, Praxen oder Ingenieurbüros besteht, ist die Gewerbeanmeldung die falsche Spur, und Sie arbeiten besser über die Berufskammern und die Branchenverzeichnisse aus Situation zwei.

Situation vier, Sie wollen mehr Kunden wie die, die Sie schon haben

Beginnen Sie bei Ihren Rechnungen. Listen Sie Ihre letzten zehn zahlenden Kunden auf und beschreiben Sie in einfachen Worten, was sie gemeinsam haben, die Branche, die Größenklasse, die Region und die Lage, in der sie steckten, als sie Sie beauftragt haben. Diese Beschreibung ist Ihre Abfrage.

Bevor Sie daraus eine Liste bauen, prüfen Sie, wie groß dieses Segment überhaupt ist. Das Statistische Unternehmensregister zählte für das Berichtsjahr 2024 rund 3,5 Millionen Rechtliche Einheiten, veröffentlicht am 1. Dezember 2025. 84 Prozent davon hatten weniger als zehn Beschäftigte, während die 0,5 Prozent mit mehr als 250 Beschäftigten 54 Prozent des dort erfassten Umsatzes erwirtschafteten und 43 Prozent der abhängig Beschäftigten stellten. Zwei Hinweise dazu. Rechtliche Einheiten sind nicht deckungsgleich mit Unternehmen, und ab dem Berichtsjahr 2024 wurden die Beschäftigtenmerkmale auf das sogenannte Jobkonzept umgestellt, weshalb die Größenklassen nicht mit früheren Jahren vergleichbar sind. Auch diese Daten gelten nur für Deutschland.

Diese Verteilung erklärt, warum eine Lookalike-Liste an der Größenklasse hängt. Der ganz überwiegende Teil der deutschen Wirtschaft besteht aus Kleinstbetrieben, und der Umsatz konzentriert sich in einem halben Prozent der Einheiten. Wenn Ihr Honorar oberhalb dessen liegt, was ein Betrieb mit fünf Beschäftigten ohne Nachdenken freigibt, entscheidet die Größenklasse Ihre Liste stärker als die Branche.

Der zweite Prüfstein ist Ihr eigener Preis. Nach dem Freelancer-Kompass 2026 von freelancermap lag der durchschnittliche Stundensatz im DACH-Raum, also in Deutschland, Österreich und der Schweiz, 2026 bei 103 Euro nach 104 Euro im Vorjahr, der erste Rückgang seit Beginn der Studie. Der Abstand zwischen Männern und Frauen schrumpft auf rund 4 Prozent, 104 Euro gegenüber 100 Euro. Der durchschnittliche Monatsumsatz aus Projekten erreicht 6.653 Euro bei einem Median von 5.000 Euro, rund 17 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Die Erhebung lief vom 17. November 2025 bis zum 8. Februar 2026, den Einkommensteil beantworteten 1.310 Personen. Beachten Sie, dass 6.653 Euro ein Umsatz vor Kosten und Steuern sind und kein Nettoeinkommen.

Wie sieht der Prompt genau aus?

Als Briefing formuliert, in ganzen Sätzen. Eine Filterkette braucht der Agent dafür nicht. Die Anweisung, die trägt, nennt das Segment, die Geografie, die Größenklasse und das Signal in einem Satz, denn erst das Signal macht eine Zeile heute kontaktierbar.

Drei Beispiele, die den Situationen oben entsprechen:

  1. Unternehmen in Deutschland mit 20 bis 200 Mitarbeitern, die in den letzten 30 Tagen eine Stelle im Data Engineering ausgeschrieben haben, mit der verantwortlichen Person und einer verifizierten E-Mail-Adresse.
  2. Inhabergeführte Zahnarztpraxen in Köln und Bonn mit einer Google-Bewertung unter 4,2 und ohne Online-Terminbuchung auf der Website.
  3. Seit Juli 2026 in Deutschland gegründete GmbHs aus Architektur und Innenausbau, außerhalb von Berlin und München.

Jedes davon liest sich als eine einzige Anweisung und löst gegen eine andere Quelle auf. Das erste trifft Stellenbörsen, das zweite Karteneinträge und Online-Bewertungen, das dritte Registereinträge. Zurück kommt eine Tabelle mit dem Unternehmen, der dahinterstehenden juristischen Einheit, der Person, den verifizierten Kontaktdaten und dem Beleg, der die Übereinstimmung ausgelöst hat, also der Ausschreibung, dem Eintrag oder dem Gründungsdatum.

Für diesen Artikel wurde keine Live-Suche ausgeführt, hier ist deshalb keine Ausgabe wiedergegeben. Die genannten Spalten beschreiben die Form des Ergebnisses und keinen erfassten Lauf.

Warum zählt das Signal mehr als die Listengröße?

Weil der Kanal, über den die meisten Freelancer heute Projekte gewinnen, weder exklusiv noch verlässlich ist. Auf die Frage, worüber sie die meisten Projekte akquirieren, nannten Freelancer im deutschsprachigen Markt spezialisierte Projektplattformen mit 34 Prozent am häufigsten, vor dem persönlichen Netzwerk mit 23 Prozent, Personal- und Vermittlungsagenturen mit 16 Prozent, Empfehlungen mit 14 Prozent, sozialen Netzwerken mit 7 Prozent und der eigenen Website mit 4 Prozent. Die Werte stammen aus dem Freelancer-Kompass 2025, erhoben unter 3.210 Freelancern zwischen dem 13. Januar und dem 28. Februar 2025 und auf der Marktsituationsseite der Ausgabe 2026 erneut veröffentlicht. Da die Befragten unter den registrierten Nutzern von freelancermap rekrutiert wurden, ist der Plattformanteil selbstselektiert und als Obergrenze zu lesen.

Die großen Plattformen im deutschsprachigen Raum sind freelance.de, freelancermap und GULP, das inzwischen zu Randstad gehört. Alle drei verlangen ein Konto, bevor Sie sehen, wer ein Projekt eingestellt hat, und vermitteln den Kontakt, der Weg zur direkten Adresse des Kunden bleibt also versperrt. Bei GULP kommt hinzu, dass die Vermittlung über eine Agentur läuft, Sie erreichen den Endkunden selten unmittelbar, und der Zuschnitt auf IT, Engineering und Life Science lässt Design, Marketing, Recht und Kreation außen vor. freelance.de meldet für die eigene Plattform einen deutlichen Rückgang der veröffentlichten Projekte seit 2022.

Was das für die Direktansprache bedeutet, zeigen zwei weitere Zahlen. Im Freelancer-Kompass 2026, der jährlichen Befragung von freelancermap unter 5.412 Freelancern in Deutschland, Österreich und der Schweiz zwischen dem 17. November 2025 und dem 8. Februar 2026, gaben 84 Prozent an, mindestens einmal geghostet worden zu sein, also nach einer Projektanfrage oder einem ersten Gespräch nie wieder etwas gehört zu haben. 62 Prozent nannten die Gewinnung neuer Aufträge als ihre größte Herausforderung.

Und die kalte E-Mail trägt für sich genommen wenig. Nach dem Cold Email Benchmark Report 2026 von Instantly, veröffentlicht am 12. Januar 2026 auf Basis der Sendungen auf der eigenen Plattform zwischen dem 1. Januar und dem 18. Dezember 2025, lag die durchschnittliche Antwortrate bei 3,43 Prozent, das obere Viertel bei 5,5 Prozent und die besten 10 Prozent über 10,7 Prozent. Das ist ein globaler Plattformdurchschnitt, der Bericht weist keine gesonderten Werte für Deutschland, Österreich oder die deutschsprachige Schweiz aus.

Der zweite veröffentlichte Benchmark nennt eine völlig andere Größenordnung, und Sie sollten wissen, woher der Abstand kommt. Die Agentur Belkins misst in ihrer Auswertung 2026, Seitenstand 26. Juni 2026, eine durchschnittliche Antwortrate von 0,45 Prozent über 7.530.489 kalte E-Mails aus den eigenen Kundenkampagnen zwischen Januar und Dezember 2025. Instantly meldet für dasselbe Jahr das 7,6-Fache davon. Beide teilen durch die Gesamtzahl der versendeten E-Mails. Unterschiedlich sind der Zähler und die Stichprobe, denn Belkins zählt nur eindeutige Antworten ohne automatische Antworten und Bounces über die Kampagnen einer einzigen Agentur, während Instantly jede eingegangene Antwort zählt, Antworten auf Nachfassmails eingeschlossen, über Tausende Arbeitsbereiche der Plattform, die das Unternehmen selbst verkauft. Belkins hat zudem in diesem Jahr den Nenner gewechselt, von den Empfängern mit Öffnung auf alle Sendungen, und schreibt, dass eine Kampagne mit 5 Prozent Antwortrate auf Öffnungen auf Sendungen gerechnet bei 0,45 Prozent landet. Der Abstand misst also Zählregeln und keinen Leistungsunterschied zwischen Märkten.

Für einen Freelancer, der 30 Nachrichten pro Woche schreibt und keine 3.000, entscheidet das alles. Lesen Sie die Rechnung als Spanne. Dreißig Nachrichten ergeben nach Instantly rechnerisch eine Antwort pro Woche und nach Belkins eine Antwort alle sieben bis acht Wochen. Planen Sie mit dem unteren Wert. Dreißig Nachrichten, die sich auf eine datierte Ausschreibung oder eine frische Eintragung beziehen, schlagen dreihundert generische. Der Unterschied liegt im Beleg, den Sie in die erste Zeile schreiben können.

Wo Freelvy in diesem Gespräch steht

Freelvy ist unser Produkt, eine KI-Vertriebsplattform. Sie bedienen sie so, wie Sie ChatGPT oder Claude bedienen. Sie beschreiben den gewünschten Kunden in einem einzigen Prompt, der Agent durchsucht zum Zeitpunkt der Anfrage über 40 lebende Quellen, darunter Handelsregister und Firmenregister, Karten, Stellenbörsen und Online-Shops, reichert jede Zeile über sechs E-Mail-Anbieter und neun Telefonanbieter mit verifizierten Kontaktdaten an und schreibt und sequenziert die Ansprache aus demselben Briefing.

Eine Klarstellung zur Abdeckung. Vollständig abgebildet ist bei uns das französische Handelsregister. Für Deutschland gilt das ausdrücklich nicht. Das deutsche Handelsregister bleibt eine öffentliche Quelle, die Sie seit August 2022 kostenlos selbst abfragen können, und Freelvy durchsucht Register, Karten, Stellenbörsen und Online-Shops live als Teil seiner über 40 Quellen, ohne Anspruch auf ein lückenloses Abbild des deutschen Registers. Dasselbe gilt für Österreich und die deutschsprachige Schweiz.

Die drei Prompts oben sind so formuliert, wie der Agent sie erwartet. Jede Zeile kommt mit dem Beleg zurück, der sie ausgelöst hat, also der Ausschreibung, dem Verzeichniseintrag oder der Eintragung, sodass Sie die erste Zeile aus etwas schreiben können, das das Unternehmen selbst veröffentlicht hat. Die Pläne starten bei €49 im Monat. Es gibt einen kostenlosen 7-Tage-Test ohne Kreditkarte auf freelvy.com.

Wie wir diese Zahlen überprüft haben

Die Gründungs- und Selbstständigenzahlen stammen aus den Pressemitteilungen und dem Unternehmensregister des Statistischen Bundesamtes, die Zahl der gemeldeten Stellen aus der Monatsmitteilung der Bundesagentur für Arbeit, jeweils im Text verlinkt und am 16. September 2026 abgerufen. Die Angabe zu den Freien Berufen stammt vom Institut für Mittelstandsforschung Bonn auf Basis von Berechnungen des Instituts für Freie Berufe Nürnberg und ist damit eine Sekundärquelle. Stundensätze, Akquisekanäle und Ghosting-Werte stammen aus dem Freelancer-Kompass von freelancermap, einer Selbstauskunft unter registrierten Plattformnutzern, und tragen deshalb eine Plattformverzerrung mit Schwerpunkt IT und Beratung. Die Teilnehmerzahlen unterscheiden sich je nach Teilbefragung, was im Text jeweils genannt ist. Die Antwortrate für kalte E-Mails ist ein globaler Plattformwert eines Anbieters ohne Länderaufschlüsselung. Im Produkt wurde für diesen Artikel keine Suche ausgeführt, und es wird keine Ausgabe wiedergegeben.

FAQ

Wo finde ich kostenlos deutsche Unternehmensdaten?

Im Handelsregister über das Gemeinsame Registerportal der Länder. Seit dem 1. August 2022 ist der Abruf kostenlos und ohne Anmeldung möglich, nachdem das DiRUG die früheren Gebühren abgeschafft hat. Sie erhalten Firmenname, Registernummer, Sitz, Rechtsform, Unternehmensgegenstand, Stammkapital und Geschäftsführung. Kontaktdaten, Mitarbeiterzahlen und Umsätze stehen dort nicht, und Freiberufler sowie Kleingewerbetreibende sind gar nicht eingetragen.

Wie viele Selbstständige gibt es in Deutschland?

Im Jahresdurchschnitt 2025 waren es 3,7 Millionen einschließlich mithelfender Familienangehöriger, 38.000 oder 1,0 Prozent weniger als 2024. Damit setzt sich ein Rückgang fort, der seit 2012 anhält. Die Zahlen des Statistischen Bundesamtes aus der Pressemitteilung Nr. 001 vom 2. Januar 2026 sind vorläufig.

Was unterscheidet Freiberufler von Freelancern?

Freie Berufe sind eine gesetzlich definierte Kategorie mit Ärzten, Rechtsanwälten, Steuerberatern, Architekten, Ingenieuren und kreativen Berufen. Projektweise arbeitende Auftragnehmer, die im Alltag Freelancer heißen, fallen nur teilweise darunter. Nach Berechnungen des Instituts für Freie Berufe Nürnberg, veröffentlicht vom IfM Bonn, gab es zum Stichtag 1. Januar 2025 in Deutschland rund 1.492.000 Selbstständige in den Freien Berufen, etwa 42.000 oder 2,9 Prozent mehr als 2020 und rund 74 Prozent mehr als 2005. Der nächste Stichtag zum 1. Januar 2026 wird für Ende 2026 erwartet.

Sind Stellenanzeigen ein gutes Akquisesignal für Freelancer?

Sie sind das stärkste öffentlich zugängliche Signal in Deutschland, weil eine Anzeige belegt, dass zu einem bekannten Datum ein Budget für eine benannte Kompetenz bei einem benannten Unternehmen freigegeben wurde. Im August 2026 waren 656.000 Stellen bei der Bundesagentur für Arbeit gemeldet. Die Schwäche bleibt, dass eine Anzeige nichts darüber sagt, ob das Unternehmen freiberuflich vergibt, und dass nur die der Bundesagentur gemeldeten Stellen erfasst sind.

Was verdienen Freelancer im deutschsprachigen Raum?

Der Freelancer-Kompass 2026 von freelancermap nennt für Deutschland, Österreich und die Schweiz einen durchschnittlichen Stundensatz von 103 Euro im Jahr 2026 nach 104 Euro im Vorjahr, den ersten Rückgang seit Beginn der Erhebung. Der durchschnittliche Monatsumsatz aus Projekten liegt bei 6.653 Euro, der Median bei 5.000 Euro. Das sind Umsätze vor Kosten und Steuern und Selbstauskünfte registrierter Plattformnutzer.

Wie viele Interessenten braucht ein Freelancer wirklich?

Deutlich weniger, als die meisten Listen enthalten. Die beiden veröffentlichten Benchmarks grenzen die Antwort ein, statt sie zu entscheiden. Bei der von Instantly für 2026 berichteten Durchschnittsrate von 3,43 Prozent, die jede eingegangene Antwort samt Antworten auf Nachfassmails zählt, ergeben hundert Nachrichten rechnerisch drei Antworten, im oberen Viertel bei 5,5 Prozent sind es fünf bis sechs. Bei den 0,45 Prozent, die Belkins für dasselbe Jahr misst und dabei nur eindeutige Antworten aus den Kampagnen einer Agentur zählt, ergeben dieselben hundert Nachrichten weniger als eine. Keiner der beiden Werte ist nach Ländern aufgeschlüsselt, planen Sie deshalb mit dem unteren Wert. Dreißig gut gewählte Unternehmen pro Woche, jedes mit einem datierten Beleg, schlagen eine Datei mit tausend Zeilen. Rechnen Sie zusätzlich damit, dass ein Teil der Gespräche versandet, denn 84 Prozent der befragten Freelancer wurden schon geghostet.

Ist Kaltakquise per E-Mail in Deutschland erlaubt?

Deutschland ist hier strenger als viele Nachbarmärkte. Paragraf 7 des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb behandelt Werbung per E-Mail ohne vorherige ausdrückliche Einwilligung grundsätzlich als unzumutbare Belästigung, und das gilt auch im Verhältnis zwischen Unternehmen. Die datenschutzrechtliche Abwägung über das berechtigte Interesse ersetzt diese wettbewerbsrechtliche Hürde nicht. Viele Anbieter arbeiten deshalb mit Telefon, Netzwerk und Bewerbung auf ausgeschriebene Bedarfe und holen die Einwilligung vor dem E-Mail-Versand ein. Lassen Sie Ihr Vorgehen anwaltlich prüfen, bevor Sie eine Sequenz starten.

Quellen und Methodik

Alle unten aufgeführten Seiten wurden am 16. September 2026 geprüft. Amtliche Statistiken werden mit Quelle und Stichtag genannt. Werte aus Befragungen und Anbieterberichten sind im Text als solche ausgewiesen. Die beiden zitierten Cold-Email-Benchmarks von Instantly und Belkins wenden auf dasselbe Jahr unterschiedliche Zählregeln an, und der Text erklärt den Abstand, statt ihn zu mitteln.

Als Nächstes lesen: B2B-E-Mail-Liste verifizieren, bevor Sie die erste Zeile verschicken, die Checkliste zur Cold-Email-Zustellbarkeit und die besten KI-Prospecting-Werkzeuge 2026.